Wirken – Willkommens- und AnnerkennungsKultur

Willkommen – Anerkennen – Wertschätzen

GlobaLokal verfolgt mit einem inklusiven Ansatz die Verbindung gemeinschaftlichen Wohnens mit Aktivitäten zur Förderung interkulturellen Austausches und Völkerverständigung. Dies heißt Engagement im unmittelbaren Wohnumfeld für eine Gesellschaft, in der Polarisierungen nach Herkunft, Alter und Behinderung abgebaut werden.

Unser Ansatz

Wir von GlobaLokal sind überzeugt, dass über eine die oft zitierte Willkommenskultur hinaus eine Kommunikation zwischen den Kulturen stattfinden muss, um ein respektvolles Miteinander zu erreichen. Wir nennen das Anerkennungskultur.

Auf diesem Verständnis beruht unser Vorhaben. Unsere Mitglieder kommen von 4 Kontinenten, sind also in anderen Kulturen aufgewachsen, oder haben sich zumindest über persönliche Partnerschaft oder Arbeitsaufenthalte im Ausland mit anderen Kulturen auseinandergesetzt.

Konkret will GlobaLokal durch Betreuung und Begleitung von „ZuwandererInnen“ dazu beitragen, dass sie sich in ihrem neuen Wohnumfeld heimisch fühlen.

Um dies zu erreichen wurden folgende Programme entwickelt und befinden sich teilweise schon in der Umsetzung:

  • IST; „Interkulturelle Starthilfe zur Teilhabe“. Durch persönliche Betreuung und Begleitung von „Neuankömmlingen“ will GlobaLokal einen Beitrag leisten, dass sich diese Menschen in ihrem neuen Wohnumfeld zu Recht finden lernen und heimisch fühlen.
    • Das Leistungsspektrum dieser Interkulturellen Starthilfe zur Teilhabe umfasst:
      • Empfang
      • Unterstützung bei Wohnungssuche und Umzug
      • Administrative Unterstützung (z.B. Formalitäten und Behördengänge)
      • Unterstützung der sozialen Teilhabe (z.B. Sprachbegleitung, Integrationsförderung im direkten gesellschaftlichen Umfeld, Gesundheitswesen, Infrastruktur, etc.)
  • Das GlobaLokal-Mentoringprojekt wurde im April 2016 in Kooperation mit Projekt Moses gestartet. Im Rahmen des Projekts unterstützen ehrenamtliche MentorInnen (BegleiterInnen) geflüchtete Menschen (Newcomer) beim Ankommen in der neuen Heimat (Alltagsbegleitung).
    • GlobaLokal akquiriert die ehrenamtlichen BegleiterInnen über Öffentlichkeitsarbeit, vor allem aber durch die Unterstützungs- und Vermittlungsarbeit von „Frankfurt hilft“. Die Projektkoordination wird durch GlobaLokal wahrgenommen und wird ausschließlich ehrenamtlich geleistet.
    • Grundlage für eine Aufnahme ins Projekt ist das Interesse und eine entsprechende Motivation für die Teilnahme am Mentoring. Die Koordination ermittelt in Einzelgesprächen sowohl mit den interes- sierten Ehrenamtlichen als auch den Newcomern deren Erwartungen, Potenziale, Neigungen und Wünsche. Aufbauend auf diesen Informationen erfolgt ein Matching und ein Kennenlerntreffen. Sind sich beide Seiten über eine Zusammenarbeit einig, so gestalten sie den weiteren Verlauf ihrer ge- meinsamen Aktivitäten in Eigenregie. Die Koordination steht den Tandems ab diesem Zeitpunkt für situationsabhängige Anfragen und Probleminterventionen zur Verfügung.
    • Informationen zum GL-Mentoringprojekt für Teilnehmer und Interessenten

     

  • Öffentliche Bildungsarbeit und Förderung des sozialen und globalen Lernens sowie des kulturellen Austausches .
  • Wohnmöglichkeiten in der „Orientierungsphase“ für junge ausländische Fachkräfte, Studierende und Auszubildende. Geplant ist die Bereitstellung von 6-10 Wohneinheiten im Konzept von GlobaLokal-City und 3 Wohneinheiten am Standort GlobaLokal-Schwanheim.

Ausgangslage?

Es scheint eine einfache Sache zu sein; die deutsche Wirtschaft braucht Fachkräfte, ausländische Fachkräfte suchen Anstellung im Wirtschaftswunderland Deutschland. Man bringt beides zusammen, dreimal kräftig rühren… und schon hat man …

So einfach ist es dann doch nicht:

Betrachtet man die eher „technische“ Seite so bieten die besten Fachkräfte sich halt nicht nur in Frankfurt an. Vielmehr ist es so, dass unter europäischen Wirtschaftszentren ein Wettbewerb in Gang gesetzt wurde um genau diese besten Fachkräfte für sich zu gewinnen. Bei diesem Wettbewerb geht es nicht (nur) darum „wer zahlt mehr“.

Während die technische Integration in den Arbeitsmarkt von staatlichen- und betrieblichen Stellen begleitet wird, sind Menschen mit Zuwanderungsgeschichte bei der sozialen Integration weitgehend auf sich selbst gestellt.

Technische und soziale Integration sind jedoch in einem Maße voneinander abhängig, dass das Scheitern des einen sehr schnell zum Scheitern des anderen führen kann. Fühlt sich ein Neuankömmling nicht wohl im neuen Umfeld, so ist es wahrscheinlich, dass er/sie nicht lange bleiben wird. Der Aufwand für Werbung und betriebliche Eingliederung würden sich dann kaum mehr lohnen.

Ausschlaggebend, gerade bei längerer Aufenthaltsdauer, sind Themen wie Willkommenskultur und Anerkennungskultur in der neuen Heimat, kurz gesagt die Lebensqualität der Fachkraft und seiner/ihrer Familienmitglieder.

Grundlage des Wirkens von GlobaLokal e.V. ist das ehrenamtliche Engagement seiner Mitglieder. Dabei soll bürgerschaftliches Engagement mit dem PPP – Ansatz (Public-Private-Partnership) verbunden, d.h. modellhaft eine Zusammenarbeit mit dem öffentlichen und privaten Sektor realisiert werden.

Zur Finanzierung des innovativen Wirkbereichs sollen Kooperationspartner gewonnen sowie Zuwendungen eingeworben werden.