Was – wir wollen, was wir planen

Unsere Motivation

Bereits bei Gründung war klar, dass unter dem Dach von GlobaLokal über das nachbarschaftliche Wohnen und Arbeiten hinaus eine Stätte der interkulturellen Sensibilisierung und Bildung entstehen soll.

ArbeitssitzungDen Kern von GlobaLokal bilden seine MitmacherInnen. Es sind Menschen mit multikulturellem Hintergrund und Interesse (EntwicklungshelferInnen, EinwandererInnen, menschen in biokulturellen Partnerschaften etc.). Sie haben meist längere Lebensphasen in anderen Ländern als „AusländerInnen“ gelebt und gehören nun zu der Gruppe der „Menschen mit Zuwanderungshintergrund“. Durch eigene Lebenserfahrungen sind die SpezialistInnen in interkulturelle Kooperation und Kommunikation. Das heißt, sie haben einen wertvollen Schatz an Wissen und Erkenntnissen im Gepäck, welche sie befähigen in unserer zunehmend globalisierten Gesellschaft neue Perspektiven und Einsichten zu vermitteln. Solche Potenziale bleiben bisher weitgehend ungenutzte, was eine Ressourcenvergeudung und eine verpasste Chance zur gesellschaftlichen Weiterentwicklung darstellen.

Leitbild und Ziele

„Jeder Mensch ist anders – überall!“ ist das Motto von GlobaLokal. Aus diesem ideellen Grundverständnis heraus will die Projektgruppe eine Verbindung von gemeinschaftlichem Wohnen mit Aktivitäten zur Unterstützung von Personen in einem Kulturraumwechsel schaffen. Damit soll ein Beitrag zur Verbesserung der Willkommenskultur in unserem direkten Lebensumfeld geleistet werden. GlobaLokal verfolgt den Inklusionsansatz, der auf der Einzigartigkeit verschiedener Talente, Anschauungen, Hintergründe, Kenntnisse und Lebensweisen von Individuen und Gruppen aufbaut und damit Öffnung und Vielseitigkeit anstrebt. Aus diesem Kernverständnis leiten sich die folgenden Ziele ab:

Wohn – Ziele

  • Nachbarschaftliches Wohnen und gegenseitige Unterstützung
  • Mehr Freude durch das Leben von Gemeinschaft
  • Mischung aus Privatheit und Gemeinschaft
  • Gemeinsame Nutzung von Ressourcen
  • Vermeidung von Entfremdung und Isolation in der Großstadt
  • Sicherheit für das Älterwerden
  • Wohnen

Wirk – Ziele

GlobaLokal verbindet das gemeinschaftliche Wohnen mit gesellschaftlichem Engagement für Inklusion sowie Multikulturalismus und ist daher über das Wohnen hinaus in hohem Maße sinnstiftend:

  • Entwicklung von Dienstleistungen für Menschen in einem Kulturraumwechsel, insbesondere:
  • Interkulturelle Starthilfe zur Teilhabe (IST)
  • Öffentliche Bildungsarbeit
  • Wohnmöglichkeit für ausländische Studierende, Auszubildende und Fachkräfte
  • Förderung des sozialen und globalen Lernens, sowie des kulturellen Austausches.
  • Wirken

Baulich-räumliche Ziele

  • Barrierefreiheit in allen Bereichen
  • Passiv- oder Niedrigenergiehausstandard
  • Gemeinschaftlich genutzte Räumlichkeiten und Gartenflächen

Ökonomische Ziele

  • Entzug des Projektobjekts aus der Boden- und Immobilienspekulation
  • Daseins- und Altersfürsorge durch Kostenkontrolle der Wohn- und Nebenkosten (z.B. durch energieeffizientes Bauen)
  • Gemeinsame, wirtschaftliche Nutzung von Ressourcen (Räumlichkeiten, Car Sharing, etc.)
  • Einsparungseffekte durch Zuarbeit zu Projektierung und Realisierung

Ökologische Ziele

  • Gemeinsame, effiziente Nutzung von Ressourcen (Räumlichkeiten, Car Sharing, etc.)
  • Ökologische und Ressourcen schonende Bauweise
  • Nutzung regenerativer Energien (z.B. Solaranlage) sowie der Einsatz Ressourcen schonender Techniken (z.B. Regenwassernutzung, u.ä)
    Die letztendliche Festlegung der Standardkomponenten richtet sich nach den finanziellen Möglichkeiten des Projektes.

Soziale und kulturelle Ziele

  • Gemeinsames, sinnstiftendes gesellschaftliches Engagement im Wirkbereich
  • Solidarität als Grundprinzip
  • Gegenseitige Unterstützung
  • Demokratische Entscheidungsfindung
  • Eine Stimme pro Mitglied unabhängig von seiner finanziellen Investition ins Projekt
  • Beteiligung aller Mitglieder an den Planungs- und Umsetzungsprozessen
  • Im Wohnbereich soll je nach Möglichkeit, im Fall von Hilfs- und Pflegebedürftigkeit solidarische Hilfe geleistet werden, so lange es geht. Überschreitet die Pflegebedürftigkeit die Ressourcen der Gruppe, wird auf einen professionellen Pflegedienst zurückgegriffen bzw. individuelle Lösungen gefunden.

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